Der Hintergrund In Deutschland werden jährlich 4 von 1000 Kindern als so genannte „extreme Frühgeborene“ vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche geboren. Etwa 80% dieser Kinder können heute überleben. Weniger als 50% von ihnen werden gesund und ohne erkennbares motorisches oder kognitives Entwicklungsdefizit aufwachsen. 5-10% der Kinder erleiden noch im Mutterleib oder während der ersten Lebenswochen schwere substantielle Hirnschädigungen. Klinische Auffälligkeiten können bisher erst im Verlauf der neurologischen Entwicklung im ersten Lebensjahr nachgewiesen werden. Früh-fördernde Maßnahmen setzen deshalb in aller Regel nicht vor dem 6. Lebensmonat ein. Wichtiges Förderpotenzial geht so verloren. Individuelle und familiäre Belastung nach Frühgeburt sind von unmittelbarer sozialer und gesellschaftlicher Bedeutung.